Wissenswertes                

 

Welche besonderen Ereignisse in der Pfarrgemeinde St. Laurentius Alteglofsheim in der Vergangenheit stattgefunden haben - welche Bedeutung kirchliche Feste und Riten haben - und was demnächst auf dem Programm steht, erfahren Sie im Folgenden:

 

 

2018

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Die Advents- und Weihnachtszeit

 

Die Adventszeit beginnt zwischen dem 27. November und 3. Dezember und endet am 24. Dezember. Die Weihnachtszeit schließt sich der Adventszeit an und endet an Mariae Lichtmess (2. Februar). 

 

Altarraum in der Weihnachtszeit

Nikolaus von Myra

 Tintoretto (1518- 1594)

 

               
   

Das Kirchenjahr beginnt mit dem Advent, was Ankunft bedeutet.

Er dauerte in den ersten Jahrhunderten wie die Fastenzeit 40 Tage.

Um 600 hat Papst Gregor in Rom die Zahl der Adventssonntage auf vier reduziert.

Der Advent beginnt zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Die Propheten und Johannes der Täufer als Vorläufer von Jesus weisen auf das Kommen des Messias hin.

Maria hat eine besondere Bedeutung im Advent, weil Gott die Menschwerdung seines Sohnes von ihr abhängig gemacht hat.

   
       
       
               
   

Der Gründer des „Rauhen Hauses“ in Hamburg, Johann Hinrich Wichern, führte im 19. Jahrhundert für Adventsandachten einen Kranz von Tannenzweigen mit 24 Kerzen ein, die nach dem 1. Weltkrieg auf vier reduziert wurden.

Das Licht steht für Jesus. Rorate ist das Anfangswort des Eingangsverses „Rorate coeli desuper et nubes pluant iustum“ „Tauet Himmel den Gerechten, Wolken regnet ihn herab“.

Roratemessen stellen Maria in den Mittelpunkt und werden bis zum 16. Dezember gefeiert. Sie werden von den O-Antiphonen (s.u.) abgelöst.

   
                 
   

Barbara wurde von ihrem Vater in einen Turm eingesperrt und dann, als sie sich heimlich taufen ließ, der römischen Gerichtsbarkeit ausgeliefert.

Nach einer Legende hat sie in ihrer Gefangenschaft einen Zweig zum Blühen gebracht. Am 4. Dezember wird ihrer gedacht.

   
               
   

Nikolaus von Myra war ein sozial gut eingestellter Bischof, der als Patron der Kinder gilt.

Er warf nachts drei Mädchen durch ein Fenster jeweils ein Goldstück für ihre Aussteuer entgegen.

Nikolaus ist auch der Patron der Seefahrer und Reisenden, weswegen es in vielen Häfen Nikolauskirchen gibt.

Am 6. Dezember ist sein Festtag.

   
               
   

Am 8. Dezember feiert man das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“

Es wird daran erinnert, dass Maria vom Beginn ihres Lebens an von der Erbsünde befreit war.

   
                 
   

An den letzten sieben Tagen vor Weihnachten vom 17. bis 23. Dezember werden die O-Antiphonen gebetet oder gesungen.

Die Gebetsverse bereiten auf das Kommen Christi vor.

Man spricht deswegen auch von einem „Advent im Advent“.

   
               
   

Mit dem Vorabend eines Festes beginnt nach jüdischem Brauch ein Fest. Daher beginnt die Feier des Weihnachtsfestes bereits am 24. Dezember abends.

Es ist auch der Gedenktag von Adam und Eva.

   
                 
   

Am 1. Weihnachtsfeiertag wird die Menschwerdung Gottes gefeiert.

336 ist das erste Jahr, in dem nachweislich in Rom am 25. Dezember das Weihnachtsfest gefeiert wurde.

Der Termin hängt mit der Wintersonnenwende zusammen, wo in Rom ab 274 das Fest des unbesiegbaren Sonnengottes („sol invictus“) gefeiert und von den Christen übernommen wurde.

Das „wahre Licht der Welt“ wird diesem Sonnengott entgegengesetzt.

Die heutige Weihnachtskrippe ist eine Idee des heiligen Franz von Assisi.

1223 stellte er in seinem Kloster in Greccio eine Krippe mit lebendigen Tieren auf.

Ab dem 19. Jahrhundert wurden Weihnachtskrippen auch in den Wohnzimmern aufgestellt, besonders im katholischen Süddeutschland, während der Christbaum (als Weihnachtsbaum) zuerst in Norddeutschland Einzug hielt, übrigens dort zu Beginn mit der Spitze nach unten hängend.

Er ist zunächst als Paradiesbaum im Krippenspiel aufgestellt worden.

Von diesem Baum ging das Unheil aus, das das Kommen des Erlösers notwendig macht.

Der Baum insgesamt symbolisiert die Weltachse, sein Grün, dass das Leben weitergeht.

Im 18. Jahrhundert wird der Christbaum zum Zentrum des weihnachtlich geschmückten Wohnzimmers.

   
                 
   

Die Nächte zwischen Weihnachten und dem 6. Januar gelten als „Rauhnächte“.

Dem Volksglauben nach ziehen die Toten umher, Geister zeigen sich.

Deshalb müssen Häuser und Ställe ausgeräuchert werden.

   
               
   

Der Gedenktag  des Märtyrers Stephanus ist der 26. Dezember. Er war griechischer Herkunft und hatte sich dem christlichen Glauben angeschlossen.

Dafür wurde er gesteinigt.

   
               
   

Im Matthäusevangelium wird berichtet, dass König Herodes, als ihm die drei Weisen nicht mitteilten, wo sie das Kind gefunden hatten, alle Buben unter zwei Jahren umbringen ließ.

Die Heilige Familie befand sich aber schon auf Warnung eines Engels, der dem hl. Josef im Traum erschienen war, auf der Flucht nach Ägypten.

Das Fest der unschuldigen Kinder wird am 28. Dezember gefeiert.

   
               
   

Am ersten Sonntag nach Weihnachten stellt die Liturgie die Heilige Familie in den Mittelpunkt.

Sie wird als Vorbild gesehen und ihre Verehrung wird gefördert.

   
                 
   

Der Oktavtag großer Feste, das ist der 8.Tag nach einem Fest, wurde schon sehr früh gefeiert.

Das Hochfest der Gottesmutter Maria wird am 1. Januar begangen. Gleichzeitig wird der 1. Januar seit dem II. Vatikanischen Konzil unter den Gedanken des Weltfriedens gestellt (Weltfriedenstag).

Der Papst verfasst eine besondere Friedensbotschaft. Die Tage werden langsam länger.

In Bayern sagt man, „es geht hinaus“.

   
               
                 

Quelle: E. Bieger, Die Feste im Kirchenjahr, Leipzig 2006